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An diesem Sonntag widme ich mich mal wieder einem Thema was mir auf dem Herzen liegt. Ich habe schon nach dem Post zum Thema „Beziehungen“ festgestellt, dass es mir unglaublich viel Spaß macht und gut tut meinen Gedanken einfach mal freien Lauf zu lassen – und somit auch abseits von Fashion&Beauty zu bloggen.
Was mich in den letzten Wochen sehr beschäftigt hat, waren die Themen Perfektionismus, Überforderung und der Hang zur extremen Selbstkritik. Warum mich das beschäftigt hat? Weil ich ein eben solcher Mensch bin, zu dem diese Begriffe passen. Seit ich selbstständig arbeitet, habe ich den Stress meines Lebens. Das soll nicht heißen, dass ich nicht mag, was ich tue. Ich LIEBE es und das ist vielleicht auch schon das Problem. Abschalten gibt es nicht. Ich arbeite fast immer und es gibt auch immer etwas zu tun. Wer auch im Social Media Bereich arbeite, kennt das bestimmt. Es gibt tausende Foren, Plattformen und immer neue Eindrücke/Inspirationen. Alles aktuell zu halten ist nahezu unmöglich und trotzdem versuche ich es. In jedem Post den ich schreibe und in jedem Bild das ich bearbeite steckt mein volles Herzblut. Ich gebe mir immer aufs Neue sehr viel Mühe und versuche das Beste rauszuholen. Dabei auf der Strecke bleiben immer häufiger meine Freunde, meine Familie, andere Hobbies und Sport.

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Trotz dessen – und das ist eigentlich meine Kernaussage dieses Posts – bin ich immer der Meinung „Ganz oder Gar nicht“. Ich kann mit dem Mittelweg nur schwer leben – und das in allen erdenklichen Lebenslagen. Schule? Entweder bin ich bei den besten oder ich habe keine Lust und mache gar nichts. Sport? Entweder ich ziehe das richtig durch oder lasse es ganz. Meine extremen Einstellungen haben sich zwar schon gebessert, aber dieser Grundgedanke verfolgt mich immer. Halbe Sachen sind einfach nicht mein Ding. Ich möchte immer voll bei der Sache sein. Mich ganz der Fotografie widmen und eben auch dem Bloggen. Etwas anderes findet da momentan schwierig Platz. Dazu kommt das ich wohl alles andere als ein Organisationstalent bin und mich immer hoffnungslos verstricke. Auch das wurde dieses Jahr um Welten besser, aber eben nicht perfekt – noch nicht. Ich denke, dass ich mit diesem Hang zur Perfektion nicht allein darstehe. Ständig fällt mir auch bei anderen das Verlangen auf zu den „Besten“ zu gehören, den stählernsten fitnessgeformten Body zu haben, sich am gesündesten zu ernähren, das stylischste Outfit zu haben, die/der Beste an der Uni zu sein, die coolsten Reisen zu unternehmen, den ordentlichsten Lidstrich ziehen zu können..- die Liste könnte unendlich fortgesetzt werden. Gan klar: Ohne Vergleich : kein Ansporn. Doch wie viel Vergleich und wieviel Ehrgeiz sind noch gut? Sind noch gesund? Ein sehr schönes Zitat habe ich dazu bei Pinterest entdeckt: 

„Comparison is the thief of joy“

Seit einiger Zeit versuche ich genau diese Aussage zu verinnerlichen. Ich schaue so gut wie gar nicht mehr auf anderen Facebookseiten, die sich mit Fotografie beschäftigen, es sei denn sie sind Freunde/Bekannte oder wirkliche Seiten, die mich inspirieren. Ich versuche auch mal mit mir zufrieden zu sein, wenn ich nicht perfekt gestylt bin. Lasse öfter mal „Fünfe gerade sein“ und gönne mir bewusst mehr Auszeiten. Ich gebe nach wie vor mein Bestes, aber nur bis ich merke, dass mehr eben nicht mehr geht. Ich glaube, der bewusste Umgang mit sich selbst muss hart erlernt werden und – mir jedenfalls – fällt es noch ziemlich schwer. Ich bin froh, dass ich nicht mehr so bin wie mir 17. Ich bin unabhängiger, freier von der Meinung anderer und insgesamt entspannter. Ich bin gespannt, wann ich ganz bei mir angekommen bin. Zufrieden, nicht aus der Ruhe zu bringen – perfekt entspannt eben..

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6 thoughts on “thoughts | A PERFECT TRY

  1. Der Text könnte über mich sein :D Musste doch sehr grinsen, als ich das gelesen habe…Ich freue mich auch gerade sehr auf meinen Urlaub um endlich mal wieder entspannen zu können.
    Danke für den Post!

    LG Svenja

  2. Wundervoller Blogbeitrag.
    Lese Ihn gerade zum zweiten Mal. Du hast so Recht damit!
    Und ich finde es toll, zu den schönen Fotos (das Dritte ist mein Favorit) auch noch interessanten Input mit Nährwert oben drauf zu bekommen.

    LG

  3. Ganz ganz toller Text! Est hat mir Spaß gemacht ihn zu lesen.
    Ich finde, das Perfektionismus teilweise mehr zerstört als es bewirkt. Ich neige persönlich nicht zu sehr dazu, doch merke bei Freundinnen, dass sie meistens viel zu viel Zeit darauf verschwenden alles „perfekt“ zu machen, und so im Endeffekt viel weniger weiterbringen als Menschen, die es einfach „nur“ machen ohne Ansprüche zu stellen – aber sie tun dann eben auch was! (Auch wenn es nicht gerade perfekt ist.)
    Das Perfektionismus-Problem habe ich zwar nicht, dafür erwische ich mich oft dabei mich mit anderen zu messen/vergleichen. Der Spruch, den du gefunden hast, hilft mir da auch öfter. Jetzt habe ich das ganze schon halbwegs in den Griff bekommen, und akzeptiere, dass ich so bin wie ich bin, und manche Sachen eben gar nicht kann, dafür andere wieder besser :’D

    Freue mich auf deinen nächsten Text!
    Ganz viel Liebe,
    Lilinzki