Thailand Model Strand

Im ersten Teil ging es um die Hinreise, unser Hotel, die Insel, sowie Speisen&Getränke. In diesem Teil wird es weiter gehen, mit unseren Freizeitbeschäftigungen und Ausflügen. Der dritte und letzte Teil beschäftigt sich mit der Kultur, den Menschen, meinen fotografischen Aktivitäten und die abschließende Heimreise. Auch ein kleines Fazit wird am Ende stehen.
Nun aber erst einmal viel Spaß mit Part II!

Strand und Pool

Natürlich verbrachten wir die meiste Zeit unseres Urlaubs damit uns zu entspannen. Das heißt : Am Pool oder Strand liegen, dösen und lesen. Für mich ist, entspannt ein Buch zu lesen, wirklich das, worauf ich mich bei jedem Urlaub am meisten freue. Demnach habe ich mich auch dieses Mal wieder mit kitschigen Romanen eingedeckt, die ich genüsslich im Schatten geschmökert habe.

Thailand Gegenlicht Strand

Einen guten Liegeplatz gab es zum Glück immer, da das Hotel zu keinem Zeitpunkt überfüllt oder unangenehm voll war. Viel Wert wurde darauf gelegt, die Privatsphäre der Gäste zu gewähren. So waren auch die Liegen nicht in Reihen, sondern sehr versetzt und in Nischen aufgebaut. Hatten wir unseren Platz gefunden und genug gelesen, ging es zur Erfrischung ins Wasser. Meistens in den Pool. Dieser war sehr groß und mit Meeresblick , zudem gab es einen großen künstlichen Wasserfall und Liegen in Form von Booten direkt im Wasser (Bild links). Im Meer waren wir natürlich auch schwimmen. Für mich war schon der absolute Traum, dass das Meer so warm war. Ich hasse es zu frieren und gehe nicht mal gern bei Sommerhitze in die Nord – oder Ostsee. Nun, dieses Problem gab es dort bei 25 Grad Wassertemperatur definitiv nicht.

Phuket

Am dritten Tag, nachdem der anfängliche Jetlag verfolgen und die Entspannung eingekehrt war, traten wir unseren ersten Ausflug an. Es sollte ins benachbarte Phuket gehen. Phuket ist mit dem Speedboot 20 Minuten von Koh Yao Yai entfernt und somit schnell zu erreichen. Wir fuhren allerdings nicht vom Hotel aus, sondern auf eigene Faust. Die Hinfahrt gestaltete sich problemlos, schnell kamen wir am Hafen in Phuket an und landeten völlig überfordert irgendwo im Nirgendwo.

Phuket Stadt

Vermutlich sah man uns unerfahrenen Reiseleuten die Verwirrung ins Gesicht geschrieben, denn – zum Glück – kam ein britisches Pärchen auf uns zu und nahm uns unter ihre Fittiche. Auch sie waren zum ersten Mal in Phuket, allerdings nicht zum ersten Mal weit weg von Europa. Das erste Problem gestaltete sich schon darin, ein Taxi in die Innenstadt zu finden. Ich wollte gern ein wenig Shoppen gehen. Vor allem brauchte ich ein Stativ (was ich klugerweise zu Hause vergessen hatte). Doch wir befanden uns ab vom Schuss in einer Art Ghetto, wo natürlich gefeilscht wurde ohne Ende. Dank Gary und Emma, waren wir dann aber fein raus aus der Sache und setzen uns ins verhandelte Taxi, was uns geradezu nicht in die Innenstadt fuhr. So waren wir nun an einem geschlossenen Shoppingcenter bei 37° (Bild) bei einer anderen Taxibande, die uns – wie auch der Fahrer zuvor – nicht verstand und trotzdem gern fahren wollte. Orientierungslos und die Situation trotzdem mit Humor nehmend gings also erneut ins private Auto, was kurzfristig als Taxi umgestaltet wurde. Diesmal wirklich in die Innenstadt.

Shopping Phuket

Ich denke wir waren zu planlos in Phuket unterwegs. Wir streunten relativ wirr umher und verloren dadurch schnell die Motivation. Zudem fand ich auch kaum Läden. Aber einen kleinen Fotohandel, wo ich mir mein neues Lieblingsstativ kaufte. Zum Preis von 990 Thb, was etwa 40 Euro entspricht. Gegessen haben wir in einer Art Hipsterhostel. Die restliche Zeit irrten wir, von Emma und Gary getrennt (die immerhin einen Plan hatten, was sie sehen wollten), herum. Dabei entdeckten wir einen unterirdischen riesigen Markt, bei dem es mir wirklich die Sprache verschlug. Es war unvorstellbar heiß und hat extrem stark gerochen. Die Gerüche waren wohl eine Mischung aus Schweiß, Fisch, Fleisch, Gewürzen, Zwiebeln und einigen anderen unidentifizierbaren Nuancen. Eigentlich wollte ich meiner Oma und meinen Eltern Gewürze mitbringen, aber nachdem wir neben einem Stand einen kleinen Hustenanfall erlitten und nach 15 Minuten schon fast zu Wasser zerlaufen waren, flüchteten wir schnell wieder hinaus. Draußen erwartete uns dann ein Monsunartiger Regenschauer.
Für uns war klar: Mimimimimi wir wollten doch schon früher, als geplant wieder zurück.
Angedacht war der Ausflug von 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr. Um knapp 14:00 Uhr ergriffen wir allerdings die Flucht und fuhren mit der Fähre, die mit einstündiger Verspätung losfuhr, wieder zurück auf unsere kleine Insel.
Völlig fertig, verschwitzt und um ein Stativ reicher, kamen wir dann gegen 16:00 Uhr wieder an und glücklicherweise war jemand vom Hotel da, der uns vom Hafen wieder zurück fuhr. Wieder im Zimmer hieß es dann schlafen und kein Phuket mehr in diesem Urlaub.

Insel erkunden mit Moped

Moped Thailand DschungelMoped Thailand Dschungel

In Thailand gehört das Moped zu den häufigsten Verkehrsmitteln. Überall sieht man ganze Familienverbände auf den wendigen Rollern sitzen und durch die – teilweise – asphaltierten Straßen cruisen. Klar also, dass wir die Insel auch mal auf diese Weise erkunden wollten. Das Ausleihen war überhaupt kein Problem, sowohl unser Hotel, als auch sämtliche Leute in den Dörfern verliehen für wenige Euros, sogar zum Teil ihre eigenen, Motorroller. Wir haben insgesamt zwei Touren durch das Inland der Insel gemacht. Immer zu zweit auf einem Roller und das, obwohl Mario noch nie zuvor damit gefahren war. Auf der Insel sind die Straßen allerdings sehr breit und es herrscht wenig Verkehr. Beim ersten Mal liehen wir uns im Hotel einen Roller. Für 600 THB (etwa 26 Euro) konnten wir den ganzen Tag in den Genuss des traditionellen Insellebens kommen und mal etwas anderes sehen außer unserem Hotel. Nach einigen Startversuchen gings also los, quer durch die Insel mit ihren kleinen Dörfern und rein in den Dschungel. Ich muss an der Stelle erwähnen, dass mich Dschungellandschaften unglaublich faszinieren und ein riesiger Traum von mir ist, irgendwann mal den brasilianischen Regenwald zu besuchen. Daher ging mir bei der unberührten Natur wirklich das Herz auf. Überall hört man das Grillen, Zirpen und Rascheln der Insekten, man sieht Geckos, Frösche, Echsen und kann sogar vereinzelt Rufe von Affen wahrnehmen. Sogar den Gedanke an die Giftschlangen und Spinnen, die es in Thailand gibt, fand ich eher spannend, als abschreckend. Bei unserer ersten Tour waren wir noch etwas gehetzt. Beim zweiten Mopedausflug (Bilder) ging dann alles schon viel entspannter von statten und wir konnten die Landschaft noch viel mehr genießen. So kam es, dass ich in einer Hütte sogar einen Affen entdeckte und wir natürlich gleich hin gingen, um ein bisschen mit ihm zu spielen. Von Mario war das Äffchen allerdings noch viel mehr angetan als von mir und versuchte ihn zu lausen :D Diesmal hatten wir uns bei einer Einheimischen einen Roller geliehen und nur 100 THB (4 Euro!!) bezahlt. Wir haben bei unseren Touren einmal die Südseite und einmal die Nordseite der Insel erkundet und waren somit jeweils am Meer. Diese Touren waren meine liebsten Ausflüge des Urlaubs! Ich bin nach wie vor begeistert.

Affe ThailandAffe Thailand

Schnorcheln und Angeln

Vorm Schnorcheln hatte ich ja ein wenig Angst. Ich lasse mich immer sehr schnell entmutigen, wenn etwas nicht sofort klappt und bei unseren Schnorchelversuchen im Pool war genau dies der Fall. Als es dann zur Angel – und Schnorcheltour ging, war ich demnach etwas nervös. Der Trip war schließlich ziemlich teuer (3000 THB pro Person = 67 Euro) und sollte von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr stattfinden. Somit ging es direkt nach dem Frühstück aufs Boot.

Fischerboot Koh Yao YaiFischerboot Koh Yao YaiFischerboot Koh Yao Yai

Diesmal ein ganz traditionelles Fischerboot, welches Mario, Gary und mich hinaus in den pazifischen Ozean fuhr. Unsere Tourguides waren zwei sehr freundliche Kerle, die auch ein super Englisch sprachen. Somit lief alles ganz locker ab und die Verständigung klappte problemlos. Nur das Angeln ist ja so gar nicht meins. Und damit begannen wir – etwa zwei Stunden. Ich fand es zwar interessant, was dort so alles aus dem Meer gefischt werden kann, weniger schön allerdings den Fischen bis zu einer halben Stunde beim Sterben zuzusehen. Denn diese wurden nach dem Fangen relativ achtlos an Deck geworden – quasi vor meine Füße – und lagen dann dort einige Zeit nach Luft schnappend herum. Nun ja, ich möchte niemanden verurteilen. Die Menschen dort fischen so viel, wie sie verwerten können und kennen sich was Natur – und Tierschutz angeht nicht so aus, wie wir. Für sie ist das Normalität. Was auch meine Nachfrage nach weißen Haien bestätigt, auf die ich die Antwort bekomme „Ja, die gab es hier mal. Aber jetzt sind alle weg. Hm Yam für lecker Curry“. Okay.

Schnorcheln Koh Yao Yai

Nach dem Fischen ging es dann endlich in ein kleines Riff zum Schnorcheln. Trotz meiner Sorgen, klappte es richtig gut und ich war sehr angetan von der Unterwasserwelt. Alles ist still und man taucht in eine komplett andere Welt ab. Vom Clownfisch bis zur großen Krabbe habe ich so einiges gesehen und konnte mich nur schwer von diesen wunderbaren Eindrücken trennen. Zum Glück folgte nach der Mittagspause auf einer Insel, die mich sehr an die Bilder erinnerte, die ich von den Malediven kenne, noch einmal eine Schnorcheleinheit.
Auch dieser Ausflug war unvergesslich. Ich werde in den kommenden Urlauben aufjedenfall wieder schnorcheln und denke sogar darüber nach einen Tauchschein zu machen. Nur das Angeln, hätte meiner Meinung nach, nicht sein müssen.

Ich hoffe auch dieser Teil 2 meines Thailandrückblickes hat euch gefallen. Einer wartet noch auf euch!

Teil 1

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11 thoughts on “Thailand: Koh Yao Yai – Strand, Pool, Inselerkundung mit Moped und Ausflug nach Phuket

  1. Was für ein super schöner Beitrag! <3 Ich war letztes Jahr auch in Thailand und habe mich total verliebt in das Land. Bekomme gleich wieder Lust hinzufliegen, wenn ich das so lese und sehe :)
    Freue mich schon auf deinen dritten Teil!
    Viele Grüße,
    Sarah von Belle Mélange

  2. Phuket muss ja unglaublich schön sein. Ich kenne Phuket von vielen Berichten vom Mann meiner besten Freundin, der dort ein Unternehmen hat. Klar, dass die Thailänder nicht so um den Tierschutz bedacht sind, wie wir. Es ist ein ganz anderer Kulturkreis mit weitaus anderen Problemen, als den unseren. Ich möchte mir den Traum, Thailand zu bereisen, auch mal irgendwann erfüllen. Schöner Bericht. Hoffe, du stellst noch mehr Fotos ein. Bin so neugierig. LG, Steffi

  3. Hey :)
    Sehr cooler Bericht! Ich habe meinen immer noch nicht fertig geschrieben.
    Aber es ist wirklich interessant wie unterschiedlich die Preise nach Region sind.
    Für einen ganztägigen Schnorchel Ausflug bis zum Sonnenuntergang haben wir 3.000 baht ( zu zweit!) bezahlt. Und für Reisgerichte mit shrimps um die 40 baht.
    Aber wir waren die meiste zeit auch in pakmeng. Da gab es außer uns keine Touristen :)