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Ich bin niemand der in Schubladen denkt. Dennoch werde ich selbst oft in eine gesteckt. Besonders gern in diese mit dem Etikett „ruhig und schüchtern“. Einige, die mich kennen werden jetzt empört den Kopf schütteln und sich „Sie und schüchtern?!“ denken, wieder andere werden sich bestätigt fühlen. Denn ich bin einfach immer anders und das kommt auf Gesellschaft und Situation drauf an.

Bin ich in einer Gruppe mit vielen Menschen, die ich nicht kenne, finde ich recht schnell Anschluss. Small Talk und schnelles Kennenlernen fallen mir nicht schwer. Ich kann problemlos auf Menschen zugehen, um Hilfe bitten oder Gruppen bilden. Auch nach dem Weg zu fragen, mich nach Uhrzeiten erkundigen oder ähnliche Situationen bringen mich nicht in Verlegenheit. Ich hasse telefonieren zwar, kann aber dennoch souverän am Telefon auftreten. Sei es in privater oder beruflicher Natur. Und hier schwingt auch schon der bedeutende Punkt mit: wenn ich es muss.

Ich bin – wie viele auch richtig erkannt haben – oft ein stiller Mensch. Ich führe gern gute und ausführliche Gespräche und Diskussionen. Enge Familienangehörige, Freunde und mein Freund fühlen sich von mir auch oftmals in Grund und Boden geredet. In größeren Gruppen habe ich aber häufig gar nicht das Bedürfnis zu sprechen. Ich höre auch gerne zu, ohne meine Meinung zu äußern. Ich kann lange Zeit mit Bekannten zusammen sitzen, alles mitbekommen und keinen Ton sagen, ohne mich schlecht oder ausgeschlossen zu fühlen. Wenn ich dann etwas sagen möchte, werde ich es auch ganz bestimmt tun. Sogar ganz ohne, dass man mich dazu auffordern muss.

Ich finde, dass die Attribute „ruhig“ und „schüchtern“ nach meiner Definition auch nichts miteinander zu tun haben. Vermutlich sind viele schüchterne Menschen ebenso auch ruhig. Man kann jedoch nicht alle über einen Kamm scheren. Ein lauter Mensch, der mit hörbarer Stimme an jedem Gespräch teilnimmt, kann genauso viel Angst vor einem Vortrag vor einer großen Gruppe Menschen haben und den Mund nicht aufbekommen, wenn es darum geht neue Menschen kennen zu lernen. Das Eine hat mit dem Anderen nicht im Geringsten etwas zu tun. Wenn mich Themen nicht interessieren äußere ich mich nicht dazu, habe ich keine Lust zu sprechen, weil ich den ganzen Tag über schon berufsbedingt mit Kunden gesprochen habe, will ich mich eben nicht weiter austauschen.

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Manchmal habe ich das Gefühl, dass mein Kontingent an Worten einfach irgendwann aufgebraucht ist und ich schweige lieber. Mit der selben Schweigsamkeit würde ich mich allerdings auch mitten in die Stadt stellen, um mich inmitten gaffender Mitmenschen für meinen Blog fotografieren zu lassen.

Um nun zur Anfragsfrage „Du bist so ruhig. Bist du Schüchtern?“ zurückzukommen: Ja ich bin oftmals ruhig, aber keineswegs schüchtern. Danke der Nachfrage.

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19 thoughts on “Du bist so ruhig. Bist du Schüchtern?

  1. Ein super spannendes Thema – ich bin sehr ruig und zurückhaltend in fremden Gruppen. Die Schublade „Arrogante Tussi“ wird dann weit aufgemacht, ich reingestopft und ohne nochmal anzusehen zugenagelt. Das spannende aber ist das es introvertierte Extrovertierte gibt und umgekehrt. Ich glaube bei einigen hängt es wirklich von der Person ab, mit der man zu tun hat. Und andere sind eben stiller, andere ziehen das Rampenlicht förmlich an und ich bin die, die nichts sagt und guckt wie ein scheues Reh. Weil ich wirklich schüchtern und still bin. Aber auch aufbrausend temperamentvoll und verrückt. Bei mir kommt es wie bei Dir auf die Menschen an. Telefonieren hasse ich trotzdem wie die Pest. Egal mit wem.

  2. Mit diesem Post sprichst du mir aus der Seele. Genau so ergeht es mir ständig. Andere meinen ich wäre super schüchtern und die, welche mich kennen, schütteln lachen den Kopf „Nein, sie doch nicht“…

    Ghost

  3. Scheint so, als wärst du einfach ein wenig in dich gekehrt. Vielleicht introvertiert? Muss nicht sein, aber das wird auch sehr oft mit Schüchternheit verwechselt – in meiner Erfahrung. Bei mir ist es ähnlich: Oft brauche ich einfach meine Ruhe und es macht mir auch nichts aus, einfach mal zu schweigen. Ich komme nicht gut mit Leuten klar, die jede Stille mit zufälligem Gebrabbel füllen müssen. Schlimmer ist es aber finde ich noch, wenn diese Schüchternheitsvermutung von Typen kommt: Da versucht dich einer zu küssen und du gehst einen Schritt zurück. Er sagt NIE „Oh, hast du keine Lust?“ oder nimmt es einfach wortlos hin. Es kommt IMMER sowas wie „Wieso bist du so schüchtern?“ „Wovor hast du Angst“ oder sogar vereinzelt mal „Sei doch nicht so verklemmt“. Und ich denke mir (oder sage dann auch manchmal): Junge, ich bin nicht schüchtern. Ich möchte einfach nicht! :D

  4. Ein sehr schöner Post, den Gedankengang kann ich sehr gut nachvollziehen und ganz ehrlich? Die meisten verstehen wirklich den Unterschied zwischen ruhig und schüchtern nicht. :-D Ich bin auch teilweise ruhig, vor allem wenn ich einen anstrengenden Tag hinter mir hatte, aber schüchtern keineswegs.
    Übrigens, ein klasse Outfit hast du da an! Steht dir sehr gut. :-)

  5. Wirklich tolle Bilder und zudem gebe ich dir absolut recht! Ich habe generell auch keine Probleme, Kontakte zu knüpfen. Trotzdem bin ich, wie du, in Gruppen eher still und sage nicht viel. Oftmals höre ich einfach lieber zu, was mMn jedoch keine schlechte Eigenschaft ist.

  6. Hallo meine Liebe,
    ich finde auch das stillere Menschen nicht unbedingt schüchtern sein müssen. Ich empfinde oftmals , dass ich zu viel rede und das kann vielen Menschen wirklich die Nerven rauben. Da bin ich auf die ruhigen Mädels manches Mal etwas neidisch. Der ruhige Pool, wie oft wäre ich dieser gern in so mancher Runde. Ruhige Menschen sind gute Beobachter und zumeist gute Zuhörer. Das sind sehr gute Eigenschaften, die ich allzu gerne hätte. Also lass dich nicht ärgern, wenn andere Menschen dich für schüchtern halten.
    Liebst
    http://www.instylequeen.de/

  7. Toller Post! Mir geht es nicht anders. Auch mich stecken viele in eine Schublade, obwohl sie mich nicht kennen. Weiß genau was du meinst und kann alles sein, wenn ich es MUSS. Das ist der entscheidende Unterschied! :)
    Liebe Grüße
    Larissa

  8. Liebe Kim,
    das hast du ganz toll in Worte gefasst. :)
    Eine noch viel schlimmere Schublade in die wir „ruhigen“ Menschen gern gesteckt werden ist die „arrogante-Schnepfe-Schublade“.
    Liebste Grüße,
    Fanny

  9. Das ganze kommt mir ziemlich bekannt vor, auch wenn das mit dem „leicht Anschluss finden“ nicht ganz so auf mich zutrifft. Bei neuen Leuten brauch ich meistens einfach Zeit, um einen Eindruck von ihnen zu bekommen. Um zu wissen, was ich problemlos sagen kann und welche Späße oder ähnliches ich dann doch lieber für mich behalten sollte. Wenn ich mit jemanden dann mal warm geworden bin, kann der Wortfluss kaum noch gestoppt werden.
    Dass ich schüchtern bin, hab ich auch schon oft zu hören bekommen, aber – wie bei dir auch – trifft das ganz und gar nicht zu.

    Auf jeden Fall ein echt gelungener Sonntagspost :)

    Alles Liebe, Jacky
    vapausblog.wordpress.com

  10. Die guten alten Schubladen. Ich habe oft die Erfahrung gemacht, dass ruhige Menschen gar nicht schüchtern sind. Von daher kann ich es nicht ganz nachvollziehen warum ruhig und schüchtern immer in einem Satz fallen…

  11. Schöner Post!
    Ich denke, dass viele auch „schüchtern“ mit „introvertiert“ verwechseln. Beim ersten kann man schlecht auf andere zugehen, beim zweiten will man es eher gar nicht immer :D Leider ist unsere Gesellschaft sehr auf extroviert gepolt, da ist es nicht leicht, wenn man tatsächlich schüchtern UND ruhig ist ;)

    Liebe Grüße ♥

  12. ich kenne die annahme dass ruhig sein mit schüchternheit oft gleichgesetzt wird. bei mir ist es so, dass ich in bekannter gesellschaft sehr extrovertiert bin, aber in neuen situationen oft ruhig. mir fällt es teilweise nicht leicht, mich in neue gruppen einzufinden. in solchen situationen empfinde ich mich auch als schüchtern. ein problem damit, nach dem weg zu fragen oder zu telefonieren habe ich nicht. wenngleich ich letzteres auch nicht gerne mache, und das auch mit den meisten freunden.

    lg
    dahi