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In diesem Jahr werde ich 25 Jahre alt. Ich bin selbst ein wenig schockiert darüber. Mein Abitur liegt bereits vier Jahre zurück, vor 10 Jahren habe ich mir das erste Mal „Mean Girls“ angeschaut und vor 8 Jahren war ich zum ersten Mal betrunken.

Das die Zeit gerast ist, kann ich dennoch nicht sagen. Es ist unglaublich viel passiert und ich bin froh, dass ich nun an einem Punkt in meinem Leben angekommen bin, an dem es mir gut geht. Nicht immer und nicht in allen Bereichen, aber größtenteils. Ich lebe meine Interessen aus und genieße dies in vollen Zügen.

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Doch genau in diesem Bereich stehe ich nun seit neustem vor einer ungekannten Problematik: In wie weit ist das Ausleben meiner Kreativität vor der Kamera noch im akzeptablen Bereich?

Als ich im Zuge meines 16 Lebensjahres anfing vor der Kamera zu stehen, kannte ich keine Grenzen dabei, mich vor der Kamera zu inszenieren. Ich war die Horrorbraut, das Junkiemädchen, der totale Gothik, die zauberhafte Maid aus dem Mittelalter, ein versnobtes Gör oder eine Elfe aus dem Elbenwald. Ich bin glücklich darüber, wie sehr ich mich damals ausgelebt habe und schaue mir gern und oft auch bewundernd die Bilder von früher an. Die Entwicklung hin zu natürlichen Fotos mit einer sanften Message mit weniger Blut und Horroreffekten und natürlich meiner liebe zu Outfitfotos ging recht fließend von statten. Anknüpfend an meinen letzten Sonntagspost, der sich damit beschäftigte, dass ich wieder kreativer werden möchte, habe ich mir allerdings angefangen Gedanken zu machen.

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Ich möchte mich wieder mehr vor der Kamera ausleben. Auch gerne wieder extremer. Auf keinen Fall möchte ich dabei allerdings lächerlich wirken und genau diesen Spagat zu schaffen, ist eine Herausforderung. Das eigene Outfit zu präsentieren hat  – für mich – keine Altersbegrenzung. Auch extreme Shootings mit gewagten Stylings können noch mit über 30 Jahren cool aussehen (z.B bei dem wunderbaren Tattoomodel Evilla D’Arc).

Doch bei vielen geht der Schuss vollkommen nach hinten los. Mit Mitte 20 als verstörtes kleines Mädchen mit Teddy in der Hand auf einem Bahngleis zu stehen wäre da als Beispiel so eine grenzwertige Sache. Schon bei einem Styling, was in eine extrem rockige oder grungige Richtung geht, werde ich inzwischen unsicher. Noch vor zwei Jahren bin ich gern so herumgelaufen, doch nun komme ich mir schon teilweise verkleidet vor, wenn ich eine „Meow“ Mütze aufsetze. Ich liebe nach wie vor rockige Elemente, wie Leder, Nieten und Bandshirts. Obwohl nach wie vor der Reiz da ist, mal wieder „auszurasten“, zögere ich. Wieder vor der Kamera zu stehen und jemand anders zu sein, ist dennoch eine immer größer werdende Verlockung. Ich denke, ich werde die Herausforderung annehmen und einen stilvollen Weg hin zu meiner vergangenen Leidenschaft suchen. 

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Wie steht ihr zu diesem Thema? Würdet ihr euch ab einen gewissen Alter noch „verkleidet“ vor die Kamera stellen?  Oder findet ihr,  man solle einfach tun wonach einem ist und die Außenwirkung hinten anstellen? 

Fotos: Harry Besel (Racoon Productions)

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27 thoughts on “Sonntagspost | Bin ich zu alt dafür?

  1. Mach das wonach dir im Moment ist. Probier dich aus und hab Spaß. Zu alt? Hallo? Ich würde mich nicht unbedingt verkleidet vor die Kamera stellen, weil ich das nicht bin und mir nicht unbedingt viel Spaß bereiten würde. Aber wenn es dir Freude macht… Warum nicht? Ich freue mich auf deine kreativen Bilder und bin schon sehr gespannt :)

  2. Ich finde überhaupt nicht, dass du zu alt bist, um dich zu „verkleiden“ . Ich finde, du solltest deine Leidenschaft ausleben, denn wenn du es wirklich gerne magst, wirkt es auch stimmig und überhaupt nicht aufgesetzt oder unreif, sondern es passt eben und sicher beeindruckst du damit auch die ein oder andere in deinem Alter, die auch gerne wieder deine jugendliche Ausstrahlung und Lebensfreude hätte :)

  3. Ich finde es gar nicht schlimm, wenn man sich mal ab und an verkleidet – im Gegenteil das ist wie Du schon sagtest mit dem Alter immer schwieriger und da habe ich großen Respekt vor. Deshalb glaube ich schon, dass man diese Herausforderung mal annehmen kann. Wenn die Bilder halt nichts werden, dann hatte man immerhin einen schönen Shooting-Tag.
    Liebste Grüße,
    Marina von Love & Fashion

  4. Never too old..just ask Evel Knievel lol …it’s great you have left so many memorable images already, the zombie bride, the rock chick with all the whiskey(hope that wasn’t first time you got drunk?) Pulp Fiction -always great characters , maybe look at modelling like actresses role – o ryou can go against the grain and be yourself , i’d say its up to you . I like the boldness of these pictures excellent use of shadow and light-the third image to me is the strongest- your hair radiates even in a black and white image & shades make image more 70’s and American.A picture can say alot-i think you have a understanding of that notion been a photographer yourself.

  5. Also ich denke, es ist wichtig wie man sich dabei fühlt. Wenn man schon sagt, dass es einem verkleidet vorkommt, dann ist das wohl auch verkehrt. Sieht man das nicht so und nur andere behaupten das von einem, kann es ja egal sein. Ich fühle mich mittlerweile (22) auch in einigen Sachen verkleidet und ziehe die so nicht mehr an. Das liegt aber nicht nur daran, dass ich mich zu alt dafür fühle, sondern auch, dass es meinem Stil nicht mehr entspricht und ich mich so verkleidet fühle. Ewig wie 18 rumzulaufen macht ja auch keinen Spaß.
    Liebst Christin
    von Glasschuh.com
    besuch mich auf Facebook

  6. Das ist ein schwieriges Thema. Als ich jünger war, hab ich mich auch – vor der Kamera und auf der Straße – gerne ausprobiert. Heute würde das gar nicht mehr uu passen, obwohl ich extreme Fotos immer noch sehr gerne ansehe. Ich fände es also cool, wenn du einen Weg findest, den Spagat zu schaffen (:

    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag noch,
    Casey

  7. Hahaha…. mit 25 Jahren ist man für paar Sachen zu alt, aber interessiert das jemanden. Ich glaube man sollte das tun was man will. Wen du dich bei einer Shootingidee unwohl fühlst, dann lass es. Bei Fotos machen geht es darum Spaß zuhaben, las sich das von jemanden sagen der 29 ist und immer noch verrückte Sachen vor der Kamera anstellt :-)

    ♥♥♥
    lg,
    Majka von
    MajkasWelt

  8. Da ich mich absolut ungerne fotografieren lasse, kann ich zum Verkleiden nichts sagen, aber, ich fand deinen Post interessant, die Gedanken die du hast und deswegen bin ich doch bei einem Kommentar für dich hängen geblieben :)

    Ich bin jetzt 31 Jahre alt und ich denke immer noch, dass man immer nur so alt sein kann wie man sich fühlt. Man kann dies in mehrere Personen aufteilen, nein, ich meine nicht spalten, sondern warum sollte man sich nicht auch mit 25 anziehen wie man es mit 16 getan hat, wenn es mit Stil ist? Ich habe erst vor fünf Jahren meine Liebe zu Motivshirts gefunden. es ziehen immer wieder neue ein und ich mag sie und je weiter das Motiv in meine Kindheit greift, desto mehr will ich es haben. Klar kann und muss ich mich für Termine mit Kunden auch seriös anziehen, aber sonst kann und will ich diese Shirts tragen, denn sie sind mittlerweile ein Teil von mir und ich fühle mich mit ihnen wohl.

    Also, lange Rede kurzer Sinn: Trage – auch bei Shootings – was du möchtest, und wenn du eben mal die halbverblutete Zombietante spielen willst, dann mach es! Tu was dir Spaß macht, denn irgendwann wirst du irgendwo sitzen und dich ärgern, dass du deine passion nicht ausgelebt hast um mal wieder eine andere Perspektive zu haben und dann ist es vielleicht schon zu spät.

  9. Ich finde es gut, wenn du das machst und glaube, dass man nie zu alt ist für etwas das man liebt, verstehe dich aber schon auch!
    Ich zum Beispiel bin ein Riesenfan von asiatischem Kawaiikitsch und habe vor einiger Zeit ein Haufen Printshirts getragen und niedliche Taschen, Schleifen, der ganze Kram. Mit 21 fühle ich mich dafür aber für eindeutig zu alt dafür und ich versuche irgendwie die Kleinigkeiten ab und zu in meinen Stil zu integrieren, aber ohne mich zu verkleiden und da ist natürlich der Spagat, den du auch ansprichst.
    Ich wünsche dir ganz viel Erfolg bei deinem Vorhaben :-*
    Liebe Grüße
    Ruth

  10. Das ist eine gute Grundfrage.
    Ich glaube, wenn das Bild stimmig ist, kann man auch mit 25 mit einem Teddybären sich fotografieren. Aber halt nicht auf Bahngleisend sitzend, im Emo-Touch XD
    (Vll eher so in dem Stil von Tim Burton Filme ;))

  11. Guten morgen!

    Um die Frage gleich zu Anfang zu beantworten: Ein klares Nein!
    Für mich persönlich spielt das Alter eines Models oder generell einer Person in einem Bild keine Rolle. Das Bild an sich muss schlicht „funktionieren“. Selbst „verkleidet“ wird das Model zu einer Schauspielerin, die es eben schaffen muss, das Gefühl oder die Aussage zu transportieren, die dem Bild gerecht werden soll. Das eine Model kann es besser als das andere, genau wie ein Fotograf ein Bild besser „kann“ als ein anderer.

    Eine gute Zusammenarbeit oder „Chemie“ zwischen Fotograf und Model ist da immer von Vorteil, aber „zu alt“ gibt es da nicht.

    Liebe Grüße
    Michael

    P.S.: Man sollte so lange wie möglich tun „wonach einem ist“.

  12. Bei mir ist es eher anders herum. Ich war schon immer sehr schüchtern und habe mich nie etwas getraut. Zog nichts auffälliges an und war einfach immer still. Seit ich meinen Blog habe traue ich mich mehr. Ich hüpf auch mal auf den Fotos rum, mache ausgefallnere Posen und um Himmels Willen wäre ich niemals darauf gekommen einen Hut anzuziehen. Jetzt liebe ich ihn und würde ihn am liebsten nicht mehr ausziehen. Klar ist mein Kleidungstil jetzt immer noch nicht mega ausgefallen, aber in meinem Kuhdorf bin ich schon immer ein Hingucker (eher im negativen Sinne :D) Aber es ist mir egal. Und dir sollte es auch egal sein. Wenn du Spaß daran hast, dann mach es doch einfach und ich bin überzeugt davon, dass deine Bilder wie immer megamäßig aussehen werden :) Probier es doch einfach aus und wenn du dann denkst uh das ist vielleicht doch etwas komisch, dann lass es eben wieder :)
    Liebste Grüße, Sophie
    http://www.linsenspiel.blogspot.de

  13. die jahre verändern einen. seinen geschmack, seine ansichten,… aber ich bin der meinung. man sollte das machen, was einen in den sinn kommt. wo man sich wohlfühlt. und ich glaub nicht, das man für irgendwas zu halt ist. hauptsache man ist sich selbst ;)

    und am rande, ich mag deine sonntagsposts. und die bilder sind auch der hammer <3
    alles liebe. Monika

  14. Ich kann gut verstehen, was du meinst! Allerdings denke ich, wenn du das willst, also wenn dir dein Gefühl sagt „das will ich machen“, dann passt es doch und kann gar nicht lächerlich sein, oder?

    Eine wirkliche Hilfe bin ich dir mit dieser Antwort wohl nicht. Ich wäre aber gespannt auf die Fotos :-)

    LG, Tina

  15. Ich sage es mal ganz platt: „Mach dein Ding!“. Denn nur du weisst was du gut findest und was nicht und nur Du musst dich wohlfühlen mit dem was du machst. Niemand anderer. Wenn Dir danach ist, mit einem Teddy am Arm auf Bahngleisen zu stehen – mach das! Wenn Dir danach ist, grungig den Tag zu erleben – mach das! Es geht nicht darum was dein Alter Dir vorschreibt, es geht darum zu leben. Und zum Leben gehört eben auch seine Leidenschaften auszuleben und zu erleben. Ich bin Ü30 und dürfte dieses und jenes sicherlich nicht mehr tun, und? Who cares? Ist doch meine Sache und ich fühle mich wohl damit :)

  16. Mit 25 Jahren kann man gut und gerne noch seine kreative Ader in der Selbstinszenierung ausleben. Das bedeutet ja nicht zwingend, dass man Bilder im Stil des Pubertiers macht, sondern man kann sich altersgemäß darstellen, was aber nicht unbedingt bieder und angepasst sein muss. Eigentlich gibt es keine Altersgrenze (s. Karl Lagerfeld) ab der man sagen könnte „lass es bleiben!“
    Liebe Grüße
    Salvia von Liebstöckelschuh

  17. Ein super Post! Diese Gedanken sind mir natürlich auch schon oft durch den Kopf gegangen, denn ich bin schon Ü 30 und habe auch erst mit 30 angefangen zu bloggen… Besser gesagt haben mich andere vielmehr darauf hingewiesen, wie lang ich das denn machen kann. Ich selber fühle mich allerdings keineswegs zu alt dafür, denn zum einen kommt es erst einmal darauf an, wie jung oder alt man sich tatsächlich fühlt (ich fühle mich wohl eher wie junge 23) und, wie du schon sagtest, man kann in jedem Alter seinen Stil präsentieren, der sich über die Jahre ja meist sowieso ein Stück weit verändert. Style is Ageless – oder wie heißt es so schön? :-)

    Liebe Grüße,
    die Steffi

  18. ich fand deinen style vor 2 jahren echt geil… hab deine outfits bei mystylehit immer geherzt :) aber vielleicht war es damals nur eine phase, sonst würdest du dich ja in den stylings immer noch wohl fühlen. und das ist doch auch okay, menschen entwickeln sich und somit auch ihr style. hauptsache du fühlst dich wohl.
    es wäre nur schade, wenn du denkst, dass du gewisse sachen nicht mehr tragen kannst aufgrund deines alters. ich ziehe mich schon seit meiner jugend rockig, punkig, grungig, alternativ oder whatever an und ich kann mir nicht vorstellen jemals anders rumzulaufen. vielleicht hört man irgendwann auf extrem zu sein… ich hab auch bei mir festgestellt, dass ich früher irgendwie kreativer war. hab beispielsweise viel mehr genäht und an eigenen kleidungsstücken gewerkelt. aber ich versuche das jetzt einfach wieder zu öndern.
    ich wünsche dir auch ganz viel erfolg dabei wieder kreativer zu werden! trau dich! mach was DU möchtest und wobei DU dich wohlfühlst, egal ob es eventuell nicht deinem alter entsprechen könnte…
    liebste grüße!

  19. Ich finde, das kann man nicht so pauschal sagen. Zu alt ist man nie, wenn man sich persönlich wohl fühlt. Ich glaube, man weiß selbst, wo man sich wie wiederfindet und was man ausprobieren möchte. Professionelle Bilder können alles gut in Szene setzen lassen, aber ich glaube, dass du das ganz gut meistern wirst!!

    LG Lea
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