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Wieso denn diese Überschrift? Hat sie nicht eben noch Tipps für mehr Selbstbewusstsein gegeben? Ja, habe ich. Und dennoch bin ich oft alles andere als selbstsicher.

Ich bin ein Meister im Grübeln und mir Sorgen mache. Ich würde behaupten in einem ungesundem Ausmaß. Das kann schon ein Artikel in einer Zeitschrift sein. Vielleicht geht es um eine schlimme Krankheit, den Tod eines Verwandten oder das schlimme Aus einer Beziehung. Ich bin sofort angefixt. Wie paralysiert muss ich den für mich schädlichen Artikel durchlesen oder den Bericht im Fernsehen weiter anschauen. Ich bleibe in meinem Facebook Feed hängen und klicke mich immer weiter ins Unheil hinein, bis ich mich fühle, als sei ich selbst mittendrin. Wo eben noch zwei Paar gesunde Augen saßen, bemerke ich nun eine gefährliche Trübung meines Augenlichtes. Meine Rückenschmerzen werden mich irgendwann nicht mehr aufrecht gehen lassen und durch meinen ständigen Stress bekomme ich bald eine Herzinfarkt. Beziehungen halten sowieso nicht, durch den Terror ist ständig unser Leben in Gefahr und Nefundländer werden höchstens sieben Jahre alt. Ich sehe vor meinem inneren Auge Krankheit, Jobverlust, Beerdigungen und Tod.

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Ich fühle mich schrecklich. Wie eine verschrumpelte Weintraube. Eben noch prall und in guter Laune. Nun alt, schwach, betrogen und kränklich. Ich bin müde und möchte schlafen und mich vor der Welt verstecken. Ich habe etwas getan, was zu meinen größten unangefochtenen Fähigkeiten gehört: mich reingesteigert.

Voller Panik teile ich meine Gedanken meinen Freunden mit und werde schnell mit einem lustigen Spruch auf den Boden der Tatsachen zurück geholt. Ich bin zwar immer noch nervös, aber in einem erträglichen Maße. Ich beginne Themen und Berichte, die mich runterziehen zu meiden. Menschen, die nur solche Dinge schreiben, zu blockieren und solche Videos nicht mehr anzuschauen. Ich begrenze mich auf das Nötigste und auf das, was mir gute Laune bereitet. Das geht nicht vollständig, aber es funktioniert. Bis mich wieder ein Strudel der Unsicherheit mitreißt, denn alles lässt sich eben doch nicht ausblenden.

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Ein sehr persönlicher Artikel aus meinem zeitweise sehr labilen Innenleben. Geht es euch auch manchmal so? (Würde mich ja beruhigen. Ich mache mir nämlich Gedanken, ob es richtig war, diesen Artikel mit euch zu teilen ;))

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27 thoughts on “Ich präsentiere: Kim, das Wrack

  1. Liebe Kim,

    so wie es dir ergeht, geht es auch mir oft. Manchmal steigert man sich von einem extrem ins nächste. Ich denke du sprichst vielen da aus der Seele. Egal ob Job, Blog oder Privatleben – ab und an befindet man sich in der Chaos – Gefühlsschleife. Aber wie sagt man so schön nach dem Regen kommt Sonne :)
    Hab noch einen schönen Abend.
    Liebe Grüsse,
    Svenja / strasskind.com

  2. Wenn ich mich in was reinsteigere, dann sind es meist persönliche Dinge. Genau aus dem Grund hab ich gestern die Facebook-App von meinem Handy gelöscht, weil da einfach viel zu oft Dinge kommen, die in mir den – wie du so toll beschrieben hast – Weintrauben-Effekt auslösen. Also nein, du bist definitiv nicht alleine.

    Alles Liebe, Jacky N.
    vapausblog.wordpress.com

    1. Hey Jacky :)

      Ja, dass mit dem Reinsteigern in persönliche Dinge kenne ich nur zu gut! Die Facebook App habe ich auch schon lange nicht mehr auf dem Handy. Hat einfach keinen Sinn, da es nur ablenkt und einen runterzieht.

      Liebe Grüße,
      Kim

  3. Wow, du sprichst mir so aus der Seele, Kim. Wenn ich immer die ganzen schrecklichen Meldungen lese, bin ich wie paralysiert und muss immer weiter lesen, mich reinsteigern und bin mir nicht mehr so sicher, ob ich die nächsten 20 Jahre überleben werde angesichts dessen was alles in der Welt passiert :D Sicher kann man nicht alles ausblenden, auch wenn man sich manchmal gern einfach verkrümeln möchte unter einer Decke. Aber ich sollte auch versuchen,mich weniger reinzusteigern. Weil ändern kann man die Welt nicht. Und mit ängstlicher Lähmung ist auch nicht geholfen, es versaut einem nur die Zeit. Sehr schön geschrieben von dir und so persönlich.

    Viele liebe Grüße
    Madeleine
    Maracujabluete.com

    1. Hey Madeleine :)

      Danke für deinen Kommentar :)
      Tut immer wieder gut zu lesen, dass man damit nicht alleine ist :)

      Du hast auch absolut recht! Das Grübeln und Reinsteigern führt ja im Endeffekt einfach zu nichts. Also sollte man nach und nach lernen ein bisschen Abstand zu halten und sich zu beruhigen :)

      Liebe Grüße,
      Kim

  4. Keine Sorge, ich denke vielen Menschen (mich eingeschlossen) geht es oft genauso. In unserer Generation sind wir Karriere orientiert und wollen am liebsten 5-10 Projekte gleichzeitig mit 100% angehen. Und dann kommt dieser Moment der Unsicherheit, Gedanken über die Zukunft, (…) – und wenn man dann noch einen Artikel liest, der die Gedanken & Unsicherheit verstärken, dann ist es einer dieser Momente, die du hier beschrieben hast.

    Für mich ist es wichtig, dass diese Gedanken der Unsicherheit einen nicht runterziehen, sondern eher ein Ansporn weiterzumachen!

    1. Hey Kevin :)

      Ohja, gerade was das mit den Projekten angeht, sprichst du mir absolut aus der Seele! Irgendwie fühlt man sich ständig gehetzt und möchte am liebsten sofort alles erreichen :D Und das geht natürlich nicht:)

      Die Gedanken als Ansporn zu nutzen ist eine tolle Idee :)

  5. It hasn’t been the greatest of Monthes this November -what with all the bad things in the world -sometimes its just too much to bare -but you do make a difference to people -so try not to be downhearted -(google translate juggles words around so I hope I get the jist of what you’re saying and vice versa) Beautiful portraits too.

  6. Hi, Kim,

    das war ein Artikel, der mir viel Freude gemacht hat. Ich habe es als Spiel mit Möglichkeiten gelesen. Und klar, Du hast die Kurve gekriegt: “ Menschen, die nur solche Dinge schreiben, zu blockieren und solche Videos nicht mehr anzuschauen.“ Richtig, so sehe ich das auch.
    Kürzlich hatte ich im Radio plötzlich am Nachmittag eine total schwere Musik – eine Zumutung für jede normale Stimung – da hilft nur umchalten.

    Die Bilder illustrieren den Zustand ja auch: Das Schwarz ist so schwarz, dass keinerlei Zwischentöne erkennbar sind. Da müsstet Ihr mal HDR probieren ;-) Gut, wenn es wieder besser ist…

    LG

    KP

    1. Hallo Klaus-Peter :)

      Vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar :) Es freut mich, dass du meinen Artikel gern gelesen hast und meine Meinung teilst. Das mit den deprimierenden Songs im Radio kenne ich auch gut. Wegschalten ist da die beste Idee! :)

  7. Das kann ich teilweise auch sehr gut. Mich reinsteigern. In Thailand hab ich mir etwas eingefangen und umso mehr ich darüber nachdenke, um so mehr ist es eine ganz schlimme Krankheit, die wohlmöglich schon Herz und Lunge befallen hat. Gut ist es, wenn anderen einen wieder auf den Teppich holen.

  8. Dankeschön für diesen Artikel! Mir geht es oftmals ganz ähnlich. Der Stress macht mich in letzter Zeit auch sehr emotional, mein armer Freund muss mich so ertragen. Das mit dem reinsteigern kenne ich nur zu gut. Ich habe mir nun vorgenommen, nicht mehr zu ergeizig zu sein, mehr an mich zu denken und auch mal Pausen zu machen, auch wenn es gerade eigentlich nicht passt…

  9. Ich kenne diese Gefühle sehr gut – und denke die meisten Menschen sind da so wie du bzw. wir.
    Sich reinzusteigern ist nicht gerade unüblich und auch nicht gerade gesund.
    Aber mit dem Wissen DAS du dich gerade reinsteigerst hast du schon vieles gewonnen ;)

    Liebst
    Justine

  10. Ich habe das auch. Ich konnte eine Zeit lang keine Nachrichten mehr sehen. Wenn mich eine unbekannte Nummer anruft, denke ich sofort, es sei etwas Schlimmes passiert. Ich verliere mich in negativen Gedanken und fange dann plötzlich an zu weinen und keiner weiß warum.
    Schön zu lesen, dass es auch anderen so geht. Aber vielleicht müssen wir uns ein bisschen therapieren lassen :)
    Think positive! :) xo

    1. Hey Lilly,
      ja das mit den Nachrichten kenne ich auch nur zu gut :( Aber es ist immer gut zu wissen, dass man nicht allein so denkt. Da kommt man sich schon gleich wieder etwas normaler vor :D

  11. Mir ging es vergangenes Jahr genauso wie du es in deinem Beitrag beschreibst.
    Ich muss auch gestehen, dass mir die Geschehnisse in Paris mehr zugesetzt haben als ich dachte.
    Aber man kommt zum Glück ja auch wieder aus so einem Loch :)

  12. Ja ich kann das schon ein bisschen nachvollziehen. Es gibt schon so ein paar Gedanken, die mich manchmal übermannen und bei denen ich, trotz das ich ein extrem positiver und optimistischer Mensch bin, sofort in Tränen ausbrechen könnte und dann muss ich selbst schauen, dass ich mich wieder fange weil ich mich da sonst auch echt richtig reinsteigern kann. An sich finde ich es aber trotzdem immer mal wichtig, sich von sowas auch erreichen zu lassen und nicht immer nur alles als Friede, Freude und Eierkuchen wahrzunehmen. Schöner Beitrag Kim!!!!

  13. Ich denke so geht es ganz vielen. Ich hoffe das klingt jetzt nicht sexistisch, aber inbesondere Frauen… Wir neigen ja dazu ganz gerne alles haarscharf zu analysieren, auf uns zu übertragen und sich dadurch auch noch unterkriegen zu lassen. Das ist übrigens auch ein Grund warum ich Geheimnisse hasse, weil ich sie dann den ganzen Tag oder sogar Tage mit mir rumtragen muss und niemanden davon erzählen kann, um selbst die Last loszuwerden…
    Gut ist doch, wenn du dich wieder nach oben ziehen lässt und für dich eine Lösung gefunden hast, da wieder raus zu kommen.
    Ich denke, dass das ganz viele nicht können.

    Ich persönlich würde das ignorieren / blockieren für mich für den falschen Weg halten. Weil die Probleme ja trotzdem da sind… aber das muss ja jeder für sich wissen :)

  14. Hallo Kim,

    Ich finde es toll, dass du diesen Artikel geschrieben hast, du hast mir Mut gegeben einen ähnlichen Artikel zu veröffentlichen. Ich musste mein Abi unterbrechen und warte jetzt auf einen Platz in der Tagesklinik.

    Ich wünsche dir viel Kraft.

    Liebst Michelle von beautifulfairy