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Ursprünglich hatte ich vor, nur zwei Teile über meinen Thailandaufenthalt zu bloggen. Doch irgendwie konnten diese dem Umfang und all dem Erlebten noch nicht ganz gerecht werden. Daher habe ich mich entschlossen, das Ganze in drei Parts aufzuteilen.
Dieser letzte Teil beschäftigt sich mit  der thailändischen Kultur und meinen fotografischen Aktivitäten in Thailand. Außerdem natürlich mit der Abreise und einem abschließenden kleinen Fazit!

Kultur

Man könnte sagen, dass ich im positiven Sinne kulturgeschockt bin. Eine so große Herzlichkeit und Freundlichkeit, wie in Thailand ist mir noch nie begegnet. Schon am ersten Tag unseres Aufenthalts konnte man die Bemühtheit der Servicekräfte spüren. Natürlich sind diese auch darauf geschult, den Gästen eine schöne Zeit zu bereiten, dennoch kenne ich kein vergleichbares Verhalten in Deutschland oder anderen Urlaubsländern, in denen ich bisher war. Begrüßt wurden wir immer mit der thailändischen Grußformel „Wai. Was für uns schon sehr ungewohnt war. Zudem wurde viel mehr gelächelt. Die Menschen insgesamt waren in ihrer Körperhaltung, Mimik und Gestik nicht so grob und aufdringlich, wie wir Europäer es gewohnt sind. Alles geht sehr viel leiser und ruhiger von statten. Laute Gespräche, Streitigkeiten, ebenso wie Körperlichkeiten wurden von den Thailändern so gut wie gar nicht in der Öffentlichkeit praktiziert. Demnach haben auch wir uns angepasst und versucht unsere barbarische Ader ein wenig in den Hintergrund zu rücken.

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Ein ganz besonderes zwischenmenschliches Erlebnis hatte ich mit der 17- jährigen Supanee. Wie im ersten Teil schon erwähnt, haben wir eine zeit lang  im „White Sand Beach“ zu Abend gegessen. Dort kellnerte auch Supanee. Ich fand sie wahnsinnig hübsch, da sie auch für die meisten Thais sehr groß war und somit fragte ich sie nach einem kleinen Fotoshooting. Sie hat sich sehr gefreut und direkte eingewilligt. Ihre ganze Art war unglaublich charmant und ich habe mich sehr auf das Shooting mit ihr gefreut und direkt eines meiner Kleider mitgebracht. Wir haben uns nett unterhalten, da sie im Gegensatz zu vielen anderen, auch wirklich gut Englisch sprach. Ich fand sie unglaublich sympathisch und bin froh, dass wir uns kennengelernt haben. Dank Facebook und Instagram sind wir sogar vernetzt und schreiben ab und zu!

Fotografie in Thailand

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Ich habe es angekündigt und natürlich auch durchgezogen. Thailand bietet so unglaublich viele wunderschöne Plätze, dass ich nicht anders konnte, als hin und wieder mal meine Kamera zu zücken. Diese hatte ich sicher verstaut mit im Handgepäck in meiner dicht gepolsterten Shootbag, die sich dort als sehr zuverlässiger Flugbegleiter erwies. Mit auf die Reise kam meine Nikon D600, mein 50 mm und mein neuer Funkfernauslöser. Das Stativ habe ich mir dann am dritten Tag in Phuket gekauft. Ich war somit für Bilder vor und hinter der Kamera bestens ausgerüstet. Wichtig war mir, Mario nicht die ganze Zeit damit nerven zu müssen, Fotos von mir zu machen. Die ersten zwei Tage wurde entspannt und ich habe meine Kamera bewusst nicht angerührt, doch dann juckte es mich in den Fingern und ich habe angefangen die Lichtverhältnisse auf dem Balkon zu testen. Ein einfaches Make-Up, schnell eine Blume gepflückt und los ging die kleine Selfietour. Das Licht war super, da der Balkon im Schatten lag, das krasse Tageslicht aber dennoch eine schöne Helligkeit verschaffte. Dies wurde mein kleiner Lookbook Ort, an dem ich hin und wieder Stylings fotografierte oder kleine Potraitideen umsetzte. Natürlich kam die Kamera auch bei unseren Ausflügen immer mit. So habe ich vom Schiff und Moped aus auch viele tolle Eindrücke festhalten können und hin und wieder auch Mario auf seinen Entdeckungstouren abgelichtet. Am vorletzten und vierten Tag war dann Shootingtime. Sowohl ich habe Mario mit seiner Gitarre am Strand fotografiert, als auch er mich am Steg im Sonnenuntergang. Wir haben also beide reichlich schöne Bilder von uns vor einer traumhaften Kulisse mitgenommen. Mein Bikinishooting, was im nächsten Post folgt, ist allerdings auch komplett mit Stativ und Funkauslöser entstanden. Premiere für mich. Ein weiteres Shooting hatte ich, wie bereits erwähnt,  mit der lieben Supanee.  Wir sind ein bisschen an Strand, Steg und Palmen herumgetingelt und haben etliche schöne Bilder hinbekommen. Am letzten Tag ihres Aufenthalts habe ich auch noch ein kleines Pärchenshooting mit Emma&Gary am Strand gemacht. Ihr sehr schon, auch im Urlaub kann ichs nicht lassen! (und ich bin froh, dass ichs nicht gelassen habe)

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Die Abreise

So wunderschön es auch war, leider geht es ja irgendwann wieder zurück nach Hause. Die Zeit verging wie im Flug und wir haben den Urlaub wirklich sehr genießen können. Umso größer der Horror vor der Heimreise, da ja schon die Hinreise sehr strapaziös war.
Um 12:00 Uhr checkten wir aus unserem Zimmer aus und hatten bis 15:00 Uhr noch drei Stunden Zeit uns von Koh Yao Yai zu verabschieden. Wir nutzen die Zeit zum Kraft sammeln, entspannen und natürlich Essen (das Essen im Flugzeit ist ja meistens nicht so lecker). Dann ging es im Speedboot in Richtung Phuket und von da aus zum Flughafen. Die Rückreise war genauso wie die Hinreise. Von Phuket nach Kuala Lumpur, von Kuala Lumpur nach Amsterdam und von Amsterdam nach Düsseldorf. Glücklicherweise konnte ich fast die ganze Zeit schlafen und empfand die Rückreise als viel angenehmer, als die Anreise. Menschen mit Flugangst wären allerdings vermutlich gestorben, da wir auf unserem Langstreckenflug von Malaysia nach Holland extremes Unwetter und Turbulenzen hatten. Ich weiß nicht wieso, aber ich finde das irgendwie immer ganz spannend. Ein bisschen wie Achterbahnfahren. Lebend angekommen sind wir jedenfalls und in Düsseldorf erwartete uns wieder Marios Vater, um uns ins heimatliche Kassel zu bringen.
Übrigens: Geflogen sind wir bei unserem Langstreckenflug jeweils mit „Malaysia Airlines“. Auch wenn es vielleicht lächerlich ist, hatte ich erstmal ein mulmiges Gefühl, aufgrund der verschwundenen Maschine.

Fazit

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Ich habe in meinem Leben noch keinen traumhafteren Urlaub, als diesen verbracht: Türkises Meer, weißer leerer Sandstrand, ein perfektes Hotel, nette Menschen, neue Freunde, andere Kulturen, wunderbare Fotomotive.
Thailand ich komme wieder ! ♥

Part 1 | Part 2

 

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15 thoughts on “Thailand: Koh Yao Yai – Kultur, Menschen, Fotografie und Abreise

  1. ich habe alle drei teile mit freude gelesen und möchte jetzt noch mehr nach thailand :D
    die bilder, die du gemacht hast sind wirklich wunderschön, vor allem die von emma&gary!!
    liebste grüße,
    maze

  2. You’ll be back I’m sure-Lovely black and white portrait of Supanee top picture is very romantic too… I’ll try to remember to say „Wai!“ if I visit that part of the world :)

  3. Dein Post ist so schön geschrieben. Es ist doch einfach toll, wenn man im Urlaub so anders positiv behandelt wird wie es man hier in Deutschland zum Beispiel gewohnt ist. Thailand ist auch ein Ziel, den ich mal ansteuern möchte :)

  4. Ich finde es total interessant zu lesen was du alles so in Thailand erlebst !
    Ich würde dort auch mal sehr gerne hin ;)
    Und deine Bilder gefallen mir auch sehr gut ;)http://www.hermineonwalk.blogspot.de

  5. Hier erfahre ich mehr von eueren Urlaub, als von euch persönlich. ;)
    Hast du super schön geschrieben, auch die Bilder (viel zu wenig, aber wir kommen ja noch in den Genuss der anderen versprochenen Bilder…)
    Du solltest über den Beruf der Journalistin nachdenken, Fotografieren, Schreiben und Zeichnen, alles kannst du super….
    Jedenfalls werden wir bestimmt auch irgendwann nach Thailand reisen, wer weiß, vielleicht sogar in euer Hotel…..

  6. Du hast wirklich wunderschöne Fotos gemacht, ich bin begeistert! Thailand ist ein Land, was mich wirklich reizt, allein wegen der ganz anderen Kultur <3 Ich hoffe, dass ich da irgendwann auch nochmal hinkomme ^^

    Liebe Grüße,
    Missi

  7. Barbarische Ader, hahaha! xD In Vietnam geht alles dagegen ziemlich laut vor, da schreit jeder voll rum :D Schön, dass du den Urlaub so schön fandest, weißt du schon, wohin du das nächste mal ind en Urlaub willst? :)
    Binh