Im Sommer diesen Jahres stand für mich eine ganz besondere Erfahrung an. Zusammen mit der Kasseler Agentur carl & friends konnte ich ein Fotoshooting realisieren, welches ich mir so nie erträumen konnte. Die Anfrage kam ganz überraschend und begeistert habe ich zugestimmt. Ein Fotoshooting mit Pferd – der Traum aller Bibi und Tina Fans! Und somit natürlich auch von mir. Ich war wohl früher eines der typischsten Pferdemädchen überhaupt: Wendy, Reitunterricht, Barbiepferde und immer der Traum vom eigenen Pferd. Den Unterricht habe ich leider nur zwei Jahre lang durchzogen und meine Hobbys verlagerten sich von der Freude an Bewegung eher hin zur Freude an der Internetwelt. Doch wie es so ist, geht das Leben manchmal seltsame Wege und nun konnte ich mit Mitte 20 doch noch einmal in den Genuss eines kleinen Abenteuers auf dem Rücken eines Pferdes kommen. Was ich dabei gelernt habe, möchte ich an dieser Stelle gern an euch weitergeben. Vielleicht hat ja der ein oder andere auch noch so eine Bildidee im Hinterkopf und hat sich bisher nie an die Realisation gewagt! Viel Spaß also beim Lesen meiner fünf besten Tipps für ein tolles Fotoshooting mit Pferd!

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Meine fünf besten Tipps für eine Pferde Fotoshooting

Shoote mit erfahrenen Pferdebesitzern und einem ruhigem Pferd

Meine Tipps richten sich primär an die Menschen unter euch, die weder sehr erfahren im Umgang mit Pferden sind, noch ein eigenes Tier besitzen. Denn erfüllt ihr die beiden ersten Kriterien, habt ihr mit Sicherheit genug Wissen, um ein Shooting auch ohne meine Tipps sehr gut zu meistern. Ist dies nicht der Fall – wie bei mir – dann könnt ihr jetzt die Ohren spitzen. Ich habe durch die tolle Organsiation von carl & friends den Vorteil genossen mit einem sehr ruhigen, turniererfahrenen Pferd shooten zu dürfen: Calisto. Ein weiterer Pluspunkt: Der Besitzer war zugleich der Fotograf und mindestens genauso gelassen wie auch der liebe Calle. Diese Ruhe und das blinde Zusammenspiel der Beiden erleichterten das Fotoshooting natürlich enorm und sind eine essentielle Grundvorraussetzung für schöne Ergebnisse. Daher mein Tipp: Hört euch ganz in Ruhe im Freundes- und Bekanntenkreis um und lernt auch gern vorab das Pferd schon einmal kennen. Ein Tier ist immer ein besonderer Shootingpartner und keine Maschine!

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Sei weder ängstlich, aufgeregt oder merklich nervös

Hier knüpft der vorrangegange Tipp direkt an. Wenn du unsicher im Umgang mit Pferden und großen Tieren im Allgemeinen bist, solltest du deinen Shootingpartner unbedingt vorab kennenlernen. Auch am Shootingtag kannst du dir ruhig Zeit zum Kennenlernen und Warmwerden lassen. Deine eigene Angst und Nervosität kann sich unglaublich leicht auf das Tier übertragen und davon habt ihr am Ende beide nichts. Entspannung lautet also das Stichwort. Mit einem erfahreren Reiter und einem gelassenen Tier kann dir schließlich nichts passieren. Zudem hilft ein selbstbewusstes Auftreten auch deiner Wirkung auf den Bildern. Schreckhafte Posen oder ein meterbreiter Abstand zum Pferd macht sich später nicht sehr gut auf den Fotos. Wenn du merkst, dass du trotz Eingewöhnung sehr schreckhaft bist und Angst vor dem Pferd hast, solltest du das Shooting zu deinem und dem Wohl des Tieres lieber sein lassen.

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Tiere machen Dreck, na und? Sei nicht zu eitel!

Dank unserem Hund Karsten – Neufundländer, 60kg schwer, hin und wieder sabbernd – bin ich ein wenig abgehärtet. Tierhaare, Speichel-, und Erdflecken, sowie kleine Kratzer vom Spielen bin ich gewöhnt. Ein Pferd mit einer Widerristhöhe von etwa 170cm und einem Gewicht von ca. 500kg wird deine Kleidung natürlich auch nicht ganz unbeschadet lassen. Die Leckerlies werden freudig entgegen genommen und auch gern zwischendurch noch nach weiteren gesucht. Ein paar schaumige Grasflecken gehen damit eben einher. Auch die Location ist im Regelfall keine weiße Studiowand. Eine Wiese, ein Reitplatz oder ein Feldweg machen sich für das Zusammenspiel von Modell und Pferd meist am besten. Und ja, auch das bedeutet, dass Schuhe und das restliche Outfit ein wenig leiden. Aber das gehört dazu und solltest du Probleme bei der Fleckentfernung haben, kann ich dir diesen Artikel von mir ans Herz legen.

Sei geduldig und bring viel Zeit, Leckerlies und Ausdauer mit

Egal ob Hund, Katze, Maus, Meerschweinchen oder eben Pferd – ein Shooting mit Tieren ist immer eine besondere Herausforderung. Bis ein aufmerksamer Blick mit gespitzten Ohren in die Kamera geschieht, braucht es eben viele Versuche und am besten auch ein kleines Team im Hintergrund welches ein wenig mithilft. Denn Schnalzen, Pferdewiehren bei Youtube und eine kleine Ansprache können helfen deinen Shootingpartner bei Laune zu halten. Zudem kann dadurch die Blickrichtung  gelenkt werden. Auch durch Leckerlies bleibt die Stimmung oben und das Arbeiten macht mit ein bisschen Belohnung gleich doppelt so viel Spaß. Also den Kopf nicht in den Sand stecken, wenn die ersten Versuche scheitern. Ihr müsst euch beide in die ungewöhnliche, neue Situation einfinden!

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Und zu guter Letzt: Vergiss den Spaß nicht!

Trotz der vielen Punkten, die zu beachten sind, sollte der Spaß an erster Stelle stehen. Denn wann hat man schon einmal ein so einmaliges Erlebnis? Auch für das Pferd ist das Shooting ein neues Erlebnis und kann abwechslungsreich und interessant gestaltet werden. Wenn ich an das Shooting zurückdenke, habe ich ausschließlich gute Erinnerungen. Das Gefühl überhaupt auf einem so schönen, starken Tier zu sitzen und über den Platz getragen zu werden ist einfach unglaublich. Zudem war Calisto schon nahezu ein Filmpferd und wirklich extrem brav, ruhig und positiv. Und natürlich geduldig! Denn bis unser gemeinsames „Lauffoto“ entstanden ist, waren bestimmt mehr als zehn Anläufe nötig.

Danke an dieser Stelle auch noch einmal an Tanja, Adam und uwe maria carl für dieses unvergessliche Erlebnis, die postive Stimmung und natürlich die wahnsinnig schönen Ergebnisse. Und auch wenn er es nicht liest an den lieben Calle, der wohl das entspannteste Pferd ist, was ich jemals kennenlernen durfte.

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Wie haben euch meine Tipps zum Thema Fotoshooting mit Pferd gefallen? Habt ihr auch schon einmal ein Shooting mit Tieren gehabt? Ich bin super gespannt auf eure Kommentare!

*Fotos: uwe maria carl

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18 thoughts on “Blogger Tipps: Fünf Tipps für ein tolles Fotoshooting mit Pferd

  1. Hey Liebes,

    die Fotos sind wirklich bahnbrechend toll geworden!!!
    Da ich selbst jahrelang ein eigenes Pferd hatte und Dressurturniere geritten bin, sind bei mir Angst und Aufregung in Bezug auf Pferde kein Problem ;)
    Ich denke dein Beitrag hat aber einen unheimlichen Mehrwert für alle, die von einem Shooting mit Pferd träumen und sich unsicher sind – von daher geniale Post-Idee!! <3

    Hab noch einen wundervollen Sonntag!!

    Liebst,
    Mina von
    MINAMIA
    Fashion, Fitness & Lifestyle

  2. Wow, was ist das denn bitte für ein cooles Fotoshooting! Die Fotos sind echt super geworden.
    Auch die Tipps sind sehr gut, allerdings werde zumindest ich die nicht so schnell brauchen ;)
    Aber man weiß ja nie :)

    GLG, Tina

  3. Was für ein tolles Shooting! Die Bilder sind wahnsinnig toll geworden und deine Tipps für Tier-Unerfahrenere wirklich gut. Ich habe meinen Hund teilweise mit auf den Bildern und auch wenn sie eigentlich ein kleiner Engel ist, ist es doch immer wieder eine Herausforderung :)
    Liebe Grüße, Mona

  4. Super schöne Bilder! Ich hatte auch schon mal ein Shooting mit Pferd, das ist allerdings schon 10 Jahre her – wie die Zeit vergeht! Zum Glück war das ein ganz gemütliches, ruhiges Pferd :D

  5. Das ist ja cool – wo man durch das Bloggen so überall hinkommt :) Finde die Fotos und die Stimmung auf den Bildern klasse! Selbst hatte ich so etwas noch nicht, würde es aber mal sehr gerne ausprobieren

  6. Vor paar Jahren habe ich auch mal mit Pferden paar Mal geshootet. Auf Bildern stehen die so schön ruhig und ich hatte Null Ahnung von Pferden.
    Danach war ich fix und fertig! Aber hat auch Spaß gemacht :)

  7. Die Fotos sind wirklich unglaublich schön geworden und ich finde man merkt dir auch überhaupt nicht an, das es dein erstes Mal mit Pferd war :) Ich kann deine Euphorie aber auch total verstehen, ich bin selber ein kleines Pferdemädchen.

    Ich glaube der hilfreichste Tipp ist wie du schon sagst einfach ruhig und gelassen an die Sache ran zu gehen, Pferde sind da tatsächlich wahnsinnig feinfühlig – was aber auch positiv sein kann wenn sie selbst versuchen dir ein gutes Gefühl zu geben :)

    Liebe Grüße
    Stephi von http://stephisstories.de

  8. Hallo liebe Kim,
    als Pferdebesitzerin und Bloggerin habe ich mich total gefreut, deinen Post zu lesen!
    Deine Tipps finde ich gut, obwohl sie für mich (und mein Pferd) eigentlich ganz selbstverständlich sind ;)

    Leider shoote ich sehr selten mit Pferd (obwohl ich das wirklich öfter machen sollte) und das hat einen Grund: Wenn einem das Pferd selbst gehört, muss man es auch vor dem Shooten putzen und dazu sind Blogger-Outfits meistens nicht geeignet, soll heißen: Das Pferd ist sauber und ich bin dreckig ;)
    Letztes Jahr habe ich allerdings ein Outfit mit Pferd auf den Blog gestellt, würde mich freuen, wenn du mal reinschaust =)
    http://www.fairytalegonerealistic.com/2015/08/06/fransen-und-pferdehaar/
    Weitere tierische Outfitsshootings sind in Planung …
    Liebe Grüße
    Susi

  9. Liebe Kim

    Diese Bilder hauen mich vom Hocker!! Ich hab mir jetzt alle Bilder bestimmt 5 Mal angesehen!! Ein wahrer Traum. Und das Titelbild ist einfach unbeschreiblich schön. Toller Beitrag und die Bilder… was soll ich sagen… du schaffst es immer wieder dich selbst zu übertreffen. Einfach toll.

    Ich wünsche dir einen wundervollen Start in die neue Woche :)

    Liebe Grüsse
    Dana