Der Freund der Toten von Jess Kidd_Rezension_Meinung_Bewertung_Dumont_Inhalt-Final3

Dies ist die erste Buchrezension, welche ihr hier auf meinem Blog lesen könnt. Wie ich schon auf meinen sozialen Netzwerken angekündigt habe, werden Bücher nun einen Teil meines Blogs ausmachen. Das kreative Schreiben und die Liebe zum Lesen begleiten mich schon seit meiner Kindheit. Auf meinen Blog haben es bisher allerdings „nur“ meine persönlichen Kolumnen geschafft. Zeit dies zu ändern und was könnte ein besserer Zeitpunkt dafür sein, als der Start eines neuen Jahres? Dieser erste Beitrag in der Kategorie „Bücher“ widmet sich dem ersten Buch, welches ich in diesem Jahr beendet habe. Es handelt sich dabei um „Der Freund der Toten“ von der irischen Autorin Jess Kidd erschienen im Dumont Verlag. Ein Buch, welches mich definitiv mit einer Leseerfahrung der besonderen Art belohnt hat, auch wenn ich nicht immer begeistert von Inhalt und Schreibstil war. Was es mit „Der Freund der Toten“ von Jess Kidd auf sich hat, welche Kritik ich dem Roman entgegenbringe und wem ich die Geschichte empfehlen würde, erfahrt ihr in dieser ausführlichen Rezension. Viel Spaß beim Lesen und Inspirationen sammeln!

Rezension: „Der Freund der Toten“ von Jess Kidd, Dumont Verlag

Inhalt & Allgemeines: Debütroman „Der Freund der Toten“ der irischen Autorin Jess Kidd

„Im irischen Mulderring sind Fremde nicht willkommen. Auch der sympathtisch-abgerissene Mahony nicht, der obendrein etwas beunruhigend Vertrautes an sich hat. Dass er das mysteriöse Verschwinden seiner blutjungen Mutter vor mehr als 20 Jahren aufklären will, stimmt die Dorfbewohner nicht freundlicher. Ganz im Gegenteil. Einzig die exzentrische und scharfzüngige Mrs Cauley unterstützt ihn tatkräftig – denn sie glaubt schon lange, dass jeder weißt, was damals wirklich geschah …“

Originaltitel:
Himself

Autor:
Jess Kidd

Verlag:
DUMONT

Themen:
Tod, Mord, britischer Humor, Irland

Seiten:
384

Preis:
 20,00 €, Hardcover

ISBN:
978-3-8321-9836-7

Erscheinungsdatum:
18.05.2017

Der Freund der Toten von Jess Kidd_Rezension_Meinung_Bewertung_Dumont_Inhalt-Final3

Buchkritik: Meine Meinung zu „Der Freund der Toten“ von Jess Kidd

Das wunderbar farbenfrohe Cover, gepaart mit der sympathischen Beschreibung des Inhaltes haben mich vor einigen Monaten dazu bewegt den Roman „Der Freund der Toten“ zu kaufen. Darin geht es, wie ihr auch schon der kurzen Inhaltsangabe entnehmen konntet, um den jungen Mahony, welcher auf der Suche nach Antworten in das irische Dorf Mulderring reist. Hier erwarten ihn eine Vielzahl an schrulligen Charakteren und eine spannende Zeit auf der Suche nach den wahren Gründen für das Verschwinden seiner Mutter. Immer mit von der Partie sind die Toten, welche Mahony zuverlässig durch sein Leben begleiten Der Debütroman der irischen Autorin Jess Kidd lässt mich sehr zwiegespalten zurück. Erwartet habe ich einen etwas schrägen, aber dennoch spannenden Kriminalroman in der idyllischen Umgebung eines urigen irischen Dorfes. Dies habe ich auch bekommen, allerdings nicht in der Art, wie ich es erwartet hätte. Mahony ist ein durchaus sympathischer Protagonist. Er ist attraktiv, ein wenig verwegen, humorvoll und freundlich. Man mag ihn und begleitet ihn durchaus gern auf der Suche nach seiner verschwundenen Mutter. Durch seine besondere Gabe – das Sehen von Verstorbenen – bekommt sein Charakter eine zusätzliche Ebene, die man mögen muss. Ich mochte sie nicht.

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Ich tue mich generell schwer mit fantastischen Elementen in Büchern, vor allem wenn diese unerwartet in Romanen auftauchen. Ich bin mit einer gänzlich anderen Erwartung an die Geschichte herangetreten und habe mich durchgängig an den wiederkehrenden Toten, welche Mahony sehen und mit welchen er außerdem auch kommunizieren kann, gestört. Dazu kommen die deutlich überzeichneten Charakterzüge der Dorfbewohner. Schrullig dürfen sie sehr gern sein, dies habe ich auch erwartet. Meiner Meinung nach endetet die Schrulligkeit vieler Personen allerdings oftmals in abstrakten Karikaturen, welche in der Realität so wohl niemals vorkommen würden. Neben dem Sehen der Toten gibt es dazu auch noch weitere übernatürliche Phänomene und Geschehnisse, welche die Handlung begleiten. Diese Elemente des Buches haben mir aufgrund meiner Erwartungshaltung überhaupt nicht zugesagt. Was mich während des Lesens trotzdem bei der Stange gehalten hat ist der unglaublich gute Schreibstil der Autorin.

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Sie besitzt definitiv die Gabe viele detaillierte Bilder zu schaffen und den Leser in eine neue Welt eintauchen zu lassen. So konnte ich das Dorf sehen, hören und nahezu fühlen. Oft beschreibt sie die Natur und ihre Verbindung zu Menschen und Tieren und vermittelt so ein sehr eindringliches Bild der Handlungsorte. Jess Kidd nimmt außerdem kein Blatt vor den Mund und beschreibt wenig diskret die oftmals abstoßenden Verhaltens-und Denkweisen der Dorfbewohner. Diese Art von Humor muss man natürlich auch mögen. Ich musste beim Lesen durchaus das ein oder andere Mal schmunzeln. Ebenfalls gut gelungen ist der Handlungsstrang, welcher sich auf die Ermittlung des Verschwindens von Orla Sweeney – Mahonys Mutter – konzentriert. Dieser ist durchdacht, logisch und vor allem spannend. Ohne diese Suche nach der Wahrheit hätte ich das Buch definitiv abgebrochen. So bin ich drangeblieben und mit der Auflösung des Falles auch sehr zufrieden. Ohne magisch-mystische Elemente und mit weniger abstrakten Charakteren wäre das Buch sogar nah an einer 5-Sterne Bewertung gewesen. So ziehe ich leider 2-Sterne ab, da mich die übertrieben skurrilen Beschreibungen der Charaktere teilweise sogar wütend gemacht haben und ich mich sehr an den übernatürlichen Elementen gestört habe, die immer dann wiederkehrten, wenn ich mich wieder richtig mit dem Buch angefreundet hatte.

Empfehlung: Für welchen Leser eignet sich „Der Freund der Toten“ von Jess Kidd

Das Buch hat nicht zu unrecht sehr viele Befürworter und begeisterte Kritiker. Warum ich nicht dazugehöre, habe ich ja bereits detailliert beschrieben. Dennoch kann ich das Buch uneingeschränkt weiterempfehlen, wenn man als Leser Lust auf einen ungewöhnlichen Roman mit mystischen Elementen und derbem Humor hat. Wenn man weiß, was einen erwartet, ist „Der Freund der Toten“ ein tolles Buch, welches rundum gelungen ist und einen zufriedenen Leser zurücklässt. Ein Must-Have für Fans eines einmalig außergewöhnlichen Schreibstils und alle die nach Abwechslung suchen. Von dem Roman abraten würde ich all denen, die einen klassischen Kriminalroman lesen möchten. Außerdem eignet sich das Buch meiner Meinung nach nicht für Personen, welche fantastische Elemente nicht mögen und einen Bezug zur Realität bevorzugen. Wer zart besaitet ist und mit vulgären Aussprüchen nichts anfangen kann, sollte ebenfalls die Finger von Jess Kidds‘ Debütroman lassen.

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Ich hoffe meine erste ausführliche Buchkritik auf Kiamisu.de hat euch gefallen. Habt ihr „Der Freund der Toten“ von Jess Kidd bereits gelesen? Denkt ihr das Buch würde euch interessieren und lest ihr generell gern? Schreibt mir eure Meinung sehr gern in die Kommentare!

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